RGB vs CMYK
29.08.2013
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Die zwei bekanntesten Farbmodelle

RGB vs CMYK

von am 29.08.2013 in Einmaleins

„Warum ist das Grün nicht so leuchtend? –
Am Monitor geht es doch auch!“

Zur Erklärung, es gibt zwei Farbmodelle. Das aus den drei Farben Rot, Grün und Blau bestehende RGB- und das aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz bestehende CMYK-Farbmodell. Aus den jeweiligen Farben wird dann der gewünschte Farbton gemischt.
RGB begegnet uns bei vielen technischen Geräten aus dem täglichem Leben, wie Fernseher, Handys bzw. Smartphones, sämtliche Monitore (Computer, Laptops usw.) und andere Geräte mit einem Farbdisplay. CMYK wird beim Drucken verwendet. Egal, ob Digital-, Bogenoffset oder ein anderes Druckverfahren.

Grundsätzlich bestehen Bilder aus einzelnen Farbpunkten, die über- und nebeneinander gesetzt werden. Dabei sind RGB Lichtfarben (d. h., sie können nur durch eine Lichtquelle erzeugt werden), wohingegen CMYK aus reellen Farben (d. h. Körperfarben, die erst ihre Farbe durch Lichtreflexion bekommen) besteht.

Wie funktioniert RGB?

Der RGB-Farbraum ist ein additiver Farbraum und besteht aus drei Grundfarben. Rot, Grün und Blau. Je mehr Farben ineinandergemischt werden, desto heller wird der Farbton.
Da unsere Augen Rezeptoren für Rot, Grün und Blau besitzen, können wir diese Farben direkt „sehen“. Das heißt, dass ein Körper alle anderen Farben des Lichtes absorbiert und nur eine reflektiert wird. Mischfarben entstehen, wenn z. B. nicht nur unsere Rezeptoren für Grün, sondern auch für Blau angeregt werden. Das ergibt dann Cyan oder andere türkise oder blaugrüne Farbtöne. Werden alle drei Rezeptoren in unserem Auge gleich stark angeregt, sehen wir ein Weiß.

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Wie funktioniert CMYK?

Ganz anders hingegen ist der CMYK-Farbraum. Es ist ein subtraktives Farbmodell und wird im professionellen Druck verwendet. Das bedeutet, je mehr Farbe verwendet wird, desto dunkler wird der Farbton. Denn mischt man die drei Grundfarben zusammen, erhält man kein reines Schwarz, sondern ein dunkles Braun. Und deshalb wird Schwarz zur Kontrasterhöhung und zum reinen Schwarzdruck hinzugefügt.

Das Sonnenlicht, das alle „Farben“ enthält, erscheint weiß. Zeichnet man einen cyanfarbenen Kreis, verschluckt (absorbiert) dieser Farbstoff alle Farben des weißen Lichtes bis auf Cyan. Diese Farbe wird also reflektiert und ist somit für unser Auge wahrnehmbar. Wenn wir nun auf den Cyankreis einen Magentakreis zeichnen, verschluckt der Magentafarbstoff auch noch das Cyan, reflektiert aber Magenta. Legen wir auch noch Gelb darüber, bleibt gar keine Farbe mehr über, die reflektiert wird. Das bedeutet, es trifft gar kein Licht mehr auf unser Auge, es resultiert Schwarz. Also subtrahiert jeder Farbstoff etwas vom weißen Licht. Deshalb spricht man von einem subtraktiven Farbmodell.

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Der RGB-Farbraum ist ein wesentlich größerer Farbraum als der CMYK-Farbraum, besonders merkt man dies bei einigen Orange-, Grün- und Blautönen.

Der kleinste gemeinsame Farbraum ist der sRGB-Farbraum, geschaffen für einen Standardfarbraum für Monitore. Jedoch kann unter Umständen auch ein Monitor nicht alle RGB-Farben darstellen. Da im Druck alle Farben gemischt werden und somit immer leicht variieren können, gibt es noch die so genannten Echt- bzw. Sonderfarben.

Über den Autor

Selina Dürmeyer

Konzepte, Projekte und Budgets sind für sie kein Fremdwort. Als Bachelor of Arts koordiniert sie stets mit kühlem Kopf das Marketing bei Dürmeyer.